Der Auftrag des SoA besteht in der Umsetzung der Sonderpädagogik im Kanton Freiburg in enger Zusammenarbeit mit allen Partnern der Schule, insbesondere mit den beiden Ämtern der obligatorischen Schule, dem DoA und dem SEnOF, sowie den sonderpädagogischen Einrichtungen. Weitere wichtige Aufgaben prägten das Jahr 2024, wie die Aufnahme von weiteren Kindern im kantonalen IFI-Zentrum für Kinder mit frühkindlichem Autismus oder die Finanzierung von technischen Hilfsmitteln (THM) für Schülerinnen und Schüler mit spezifischen Lernstörungen.
Wichtige Ereignisse
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Seit August 2024 nimmt das IFI-Zentrum zusätzlich 6 Kinder auf, neben den 5 Kindern des Vorjahres. Die Vorschulkinder werden im Zentrum für 24 Monate mit etwa 15 Stunden intensiver Frühförderung pro Woche bis zu ihrem Schuleintritt betreut.
Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Fachleuten und beteiligten Partnern, entwickelte gemeinsam ein Konzept für den Schuleintritt der Kinder, die im IFI-Zentrum gefördert wurden. Die Fachleute wenden dieses Konzept an, um den Kindern einen möglichst reibungslosen Übergang von der Betreuung im IFI-Zentrum in die Schule und die ersten Schulwochen zu ermöglichen.
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Die Ausleihe eines technischen Hilfsmittels (THM) hat zum Ziel, Schülerinnen und Schülern der obligatorischen Schulzeit mit besonderen Bedürfnissen kompensatorische digitale Tools zur Verfügung zu stellen.
Diese Ausleihen werden in Abstimmung mit bereits bestehenden Unterstützungsmassnahmen gewährt, wie z.B. einem Nachteilsausgleich (NAM), niederschwelligen Unterstützungsmassnahmen (NM) oder verstärkte Unterstützungsmassnahmen (VM).
Die Voraussetzungen für eine kantonale Ausleihe umfassen insbesondere umschriebene Entwicklungsstörungen, wie Lese- und/oder Rechtschreibstörungen (früher Legasthenie), Rechenstörungen (Dyskalkulie), Sprachentwicklungsstörungen, Umschriebene Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen (Dyspraxie) oder z.B. auch Lese-, Schreib- und Rechenschwierigkeiten im Kontext einer Lernbeeinträchtigung.
Kennzahlen
Das ist die Anzahl Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2024/25 mit einer VM in den 10 Freiburger sonderpädagogischen Einrichtungen, verteilt in 155 Klassen. Das sind 69 Schülerinnen und Schüler mehr als im letzten Schuljahr. Im Schuljahr 2015/16 waren es 884 (+20%).
Dies sind die Leistungsstunden der heilpädagogischen Früherziehung (HFE), die im Jahr 2024 für die rund 600 Vorschulkinder erbracht wurden, die vom Früherziehungsdienst (FED) betreut werden. Dieses Angebot richtet sich an Kinder mit einer gefährdeten, auffälligen oder verzögerten Entwicklung oder einer Behinderung.
Dies ist die Anzahl Schülerinnen und Schüler mit einer VM, die im Schuljahr 2024/25 in der öffentlichen Regelschule unterrichtet werden. Das sind 46 mehr als im vorigen Schuljahr. Im Schuljahr 2015/16 waren es 590 (+87%).
Ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit einer VM aller Freiburger Schülerinnen und Schüler in der obligatorischen Regelschule im Schuljahr 2024/25. Im Schuljahr 2015/16 waren es 3,72%.