Im Berichtjahr hat der Kanton Freiburg Groupe E beauftragt, die Studien für das Projekt «Schiffenen–Murten» zur ökologischen Sanierung der Wasserkraftanlagen von Schiffenen weiterzuführen. In Wünnewil-Flamatt, Bösingen und Ulmiz haben die Revitalisierungsprojekte wichtige Etappen erreicht. Das Amt setzte seine Informations- und Sensibilisierungsarbeit fort, wobei der Bodenschutz und die naturnahe Pflege von Gärten und Grünflächen im Vordergrund standen.
Wichtige Ereignisse
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Klimareglement
Der Entwurf des Klimareglements wurde zwischen Februar und April 2024 in die interne Vernehmlassung gegeben. Die externe Vernehmlassung ist für das erste Halbjahr 2025 und das Inkrafttreten für Herbst 2025 geplant.
Kantonaler Klimaplan
Im Jahr 2024 wurden weitere 14 Massnahmen in Angriff genommen, sodass die Zahl der seit 2021 umgesetzten Massnahmen auf 91 stieg. Sie betreffen verschiedene Bereiche wie den sparsamen Umgang mit Wasser, den Unterhalt der Fliessgewässer und der stehenden Gewässer im Hinblick auf die Anpassung an den Klimawandel, die Überwachung der Trockenperioden und deren Folgen für die Oberflächengewässer, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserkraft, die Bekämpfung der Ausbreitung gebietsfremder Arten, die Entwicklung neuer Versicherungsleistungen für Landwirtinnen und Landwirte sowie verschiedene Informations- und Sensibilisierungsmassnahmen.
Der entsprechende Bericht wurde online gestellt (Massnahmen des kantonalen Klimaplans | Staat Freiburg).
Kommunale Klimapläne
Das Amt hat ein Pilotprogramm gestartet und entwickelt Instrumente, um die Freiburger Gemeinden bei der Erstellung ihrer Klimastrategie zu unterstützen. Die Gemeinden Belfaux, Givisiez, Saint-Aubin und Vuisternens-devant-Romont beteiligen sich daran. Die Gemeinde Murten wird sich Anfang 2025 der Pilotphase anschliessen.
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Abwasserreinigung
Das Amt hat an der Vorbereitung der Projekte zur Behandlung von Mikroverunreinigungen in den Kläranlagen von Villars-sur-Glâne, Pensier, Lucens (VD), Basse-Broye/Vully und Payerne (VD) mitgewirkt. Die neuen Anlagen der ARA «La Verna» in Ecublens (FR) wurden am 14. Juni 2024 eingeweiht. Diese Anlagen, deren Bau fünf Jahre dauerte, können das Abwasser der Freiburger Gemeinden Attalens, Auboranges, Bossonnens, Chapelle, Ecublens (FR), Granges-Veveyse, La Verrerie, Le Flon, Remaufens, Rue, Saint-Martin, Semsales und Ursy sowie der Waadtländer Gemeinden Maracon und Oron behandeln.
Am 26. April 2024 wurde die neue Klärschlammverwertungsanlage der ARA Vuippens eingeweiht. Damit können die im Klärschlamm enthaltenen Stoffe in Form von Biogas verwertet werden. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass die ARA Vuippens weniger Strom aus dem Netz beziehen wird. Darüber hinaus kann so die Schlammmenge reduziert werden, die mit LKW zur SAIDEF transportiert werden muss, um dort verbrannt zu werden.
Industrie und Gewerbe
Das Amt nahm an den Kontrollen von 118 Unternehmen teil, bei denen die Konformität der Vorbehandlungsanlagen für Industrieabwässer überprüft wurden. Den Besitzern von Anlagen, die laut Inspektionsberichten nicht konform waren, wurden entsprechende Sanierungsmassnahmen bedeutet.
Landwirtschaft
2024 führte das Amt zusammen mit den beauftragten Stellen 600 Betriebskontrollen im Zusammenhang mit dem Gewässerschutz durch. Die direktionsübergreifende Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von Grangeneuve und des AfU setzte ihre Sensibilisierungs- und Informationsarbeit fort und schlug eine operationelle Lösung für die Beratung der Landwirtinnen und Landwirte vor. Weiter wurden 160 Formulare zur Bestätigung der Konformität überprüft, die im Anschluss an die Kontrollen für den Gewässerschutz eingereicht worden waren.
Nach der Verabschiedung des kantonalen Aktionsplans zur Reduktion der Risiken von Pflanzenschutzmitteln (PSM-Aktionsplan) im Juni 2021 hat das AfU bei knapp 18 Projekten für Anlagen zur Befüllung und zum Waschen von Sprühgeräten sein Fachwissen eingebracht.
Grundwasser
Im Kanton laufen 8 Projekte zur Reduktion von Nitrat im Grundwasser. 2024 wurden die Nitratkonzentrationen der betroffenen Fassungen 4- bis 6-mal analysiert. In Zusammenarbeit mit Grangeneuve wurde in der Gemeinde Gurmels ein Projekt zur Verstetigung der Massnahmen zur Reduzierung der Nitratauswaschung gestartet.
Was die quantitative Überwachung (Abflüsse und Pegelstände) der kantonalen Grundwasservorkommen anbelangt, wurde 2024 mit der Inbetriebnahme der Datenbank, in der die verfügbaren Informationen zentralisiert werden, ein wichtiger Schritt für das künftige kantonale hydrometrische Netz getan.
Das AfU hat sich an der vom Bund eingesetzten Arbeitsgruppe (Plattform Grundwasserschutz) zur Aktualisierung der technischen Grundlagen für die Abgrenzung der Einzugsgebiete (Zu) beteiligt. In diesem Rahmen wurden die ersten Phasen der Studien zur Abgrenzung der Einzugsgebiete von fünf wichtigen Fassungen eingeleitet. Es handelt sich um die Quellen Franzosenholz in Galmiz, Côtes in Villaz und die Pumpbrunnen Ile in Neyruz, Moos in St. Antoni und Hänisried in Fräschels.
Oberflächengewässer
Im Rahmen der Überwachung der Gewässerqualität wurden 2024 chemische, biologische und morphologische Untersuchungen in der Glane, Neirigue und Unteren Saane durchgeführt.
Im Bereich der chronischen Verschmutzungen (wiederkehrende Verschmutzungen unbekannter Herkunft) gab es 8 neue Meldungen. Im Jahr 2024 wurden 4 Fälle gelöst; 7 werden im Moment in Zusammenarbeit mit den Gemeinden bearbeitet; 6 sind noch nicht bearbeitet.
Im Sommer 2024 wurden Untersuchungen zum Nachweis der Quaggamuschel im Kanton Freiburg durchgeführt. Die Seen entlang der Saane sind bislang verschont geblieben. Das Vorkommen der Quaggamuschel wurde dagegen im Murtensee und im Lac de l’Hongrin (Kanton Waadt) bestätigt. Die Machbarkeit von Massnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung der Quaggamuschel vom Lac de l’Hongrin in die Saane bzw. vom Murtensee in die anderen Seen ist in Prüfung. Eine solche Massnahme könnte die Einführung einer Reinigungspflicht für Boote sein.
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Abfluss der Fliessgewässer
Im Jahr 2024 wurde eine neue Messstation für Abfluss und Wassertemperatur an der Serbache in La Roche installiert. Das Netzwerk umfasst nun 14 Stationen, die es ermöglichen, die Entwicklung der Abflüsse (Hochwasser, Niedrigwasser) in den wichtigsten Einzugsgebieten des Kantons zu verfolgen.
Ausbau und Unterhalt der Fliessgewässer
Das AfU plante auf kantonaler Ebene die verschiedenen Wasserbauprojekte und nahm die Oberaufsicht der Arbeiten wahr. Daneben beriet das Amt Gemeinden und Wasserbauunternehmen bei Unterhalts- und Ausbauarbeiten. Es behandelte die Kantonsbeitragsgesuche. Schliesslich übernahm das Amt die Rolle der für die Subventionierung zuständigen kantonalen Behörde und fungierte als Bindeglied zwischen den Bauherren (Gemeinden oder Wasserbauunternehmen) und dem Bund bei der Vergabe der Bundesbeiträge.
Hochwasserschutz
2024 war hauptsächlich durch die Behebung der Schäden gekennzeichnet, die durch die Ereignisse Ende 2023 verursacht worden waren.
Revitalisierungen
Die erste Etappe der Revitalisierungsarbeiten an der Sense bei Wünnewil-Flamatt (Sektor Oberflamatt), die im August 2023 lanciert wurde, wurde im April 2024 abgeschlossen. Sie besteht aus einer Verbreiterung des linksufrigen Flussbettes auf einer Länge von 500 m. Das Flussbett wurde mit Strukturen angereichert, die durch spezielle Einrichtungen wie Stein- und Holzbuhnen Erosionsprozesse gezielt auslösen sollen. Diese Strukturen ermöglichen auch eine Diversifizierung des Abflusses und bieten Verstecke für die Wasserfauna.
Auf der Höhe von Bösingen begannen im März 2024 die Arbeiten zur Revitalisierung der Sense. Dabei wurde das Flussbett auf einer Länge von 1000 m verbreitert.
Die Arbeiten an der Bibera in Ulmiz begannen im November 2023 und wurden im Dezember 2024 abgeschlossen. Das Flussbett wurde verbreitert und die Brücke der Gemeindestrasse mit einem entsprechenden Abflussprofil neu gebaut, um den Hochwasserschutz zu gewährleisten. Die Sohle einer ehemaligen Wasserfassung wurde saniert, sodass die freie Fischwanderung wieder möglich ist. Der Gewässerraum wurde mit naturnahen Strukturen angereichert und aufgeforstet. Durch das Projekt konnten die ökologischen Funktionen des Gewässers auf einer Länge von 700 m verbessert werden.
Wasserkraft
Groupe E hat mehrere Varianten für die ökologische Sanierung der Wasserkraftanlagen von Schiffenen erarbeitet. Nach Rücksprache mit dem Bundesamt für Umwelt hat der Staat Freiburg Groupe E beauftragt, die Studien für das Projekt Schiffenen–Murten weiterzuführen. Dieses Projekt sieht den Bau eines Stollens zwischen dem Schiffenen- und dem Murtensee vor, wobei das Wasser in einem unterirdischen Kraftwerk turbiniert wird. Dadurch wird der Schutz von Fauna und Flora verbessert und gleichzeitig mehr Strom erzeugt als mit dem heutigen Kraftwerk.
Das AfU hat im Mai 2024 an der Durchführung eines geringfügigen Wasserablasses unterhalb des Staudamms von Rossens zur Sanierung des Geschiebehaushalts in der Saane mitgewirkt.
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Labor
Das AfU hat 71 613 Parameter an 1830 Proben von Grund- und Oberflächengewässer sowie Abwasser analysiert. Es hat einen Chromatographen zur Analyse von Mikroverunreinigungen in Gewässern mittels LC-MS/MS angeschafft.
Kältemittel
Ende 2024 waren im Kanton Freiburg 7200 Anlagen mit mehr als 3 kg Kältemittel in Betrieb. Die Gesamtheit der verwendeten Gase entspricht 244 Millionen CO2-Äquivalenten. Das Amt hat im Jahresverlauf 1014 Anlagen inspiziert. Dabei handelte es sich insbesondere um industrielle Fertigungsanlagen, Bäckereien und Käsereien, Obst- und Gemüseproduzenten sowie Gastronomiebetriebe.
Pflanzenschutzmittel
Das Amt organisierte für Gemeindeangestellte einen Kurs zum Thema «Differenzierte und nachhaltige Pflege der Grünflächen in den Freiburger Gemeinden». Der Kurs fand in Bulle statt und wurde von 26 Gemeindeangestellten von 17 Gemeinden besucht. Die Rückmeldungen waren insgesamt positiv und unterstrichen die Nützlichkeit der ausgetauschten Informationen und die Relevanz der geführten Diskussionen.
Das AfU hat zudem 3 kostenlose Kurse organisiert mit Tipps und Tricks zur Gartenpflege ohne Pflanzenschutzmittel und chemische Düngemittel. Diese Kurse fanden in den Kleingärten Torry und Stadtberg in Freiburg und Bertigny in Villars-sur-Glâne statt.
Es wurden 6 kurze Informations- und Sensibilisierungsvideos, die zeigen, wie eine natürliche Gartenbewirtschaftung möglich ist, produziert und ins Internet gestellt. Zur Bekanntmachung dieser Videos wurde eine Kampagne in den sozialen Netzwerken organisiert.
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Emissionskontrolle
Die Luftschadstoffemissionen wurden mit 40 stationären Anlagen und auf 152 Baustellen kontrolliert.
Das AfU und der Verband «Baustoff Kreislauf Schweiz» führten eine Bestandesaufnahme der Dieselmotoren in Sortier-, Recycling- und Aufbereitungsanlagen durch.
Luftqualität
Das Amt ist für die Überwachung der Immissionswerte der wichtigsten Luftschadstoffe im Kanton zuständig. Für Stickstoffdioxid und Feinstaub wurden keine Überschreitungen der Jahresgrenzwerte festgestellt. Die Ozon- und Ammoniakkonzentrationen waren hingegen zu hoch.
Lärm
Ende 2024 waren so gut wie alle grossen Freiburger Gemeinden daran, ihre Strassen zu sanieren oder die Ausführung von Sanierungsmassnahmen vorzubereiten.
Nichtionisierende Strahlung
Der Grossteil der Arbeit in diesem Bereich betrifft die Mobiltelefonie. Über das gesamte Jahr hinweg hat das AfU 97 Fälle bearbeitet. Gegen die Baubewilligungsgesuche werden fast immer Einsprachen eingereicht, was vom Amt jeweils eine ausführliche Stellungnahme erfordert.
Lichtverschmutzung
Das AfU koordiniert seit mehreren Jahren die Arbeit der verschiedenen Ämter des Staats in diesem Bereich.
Im Februar 2024 nahmen sechs Gemeinden an den Workshops «Toolbox für die Beleuchtung» teil, die es ihnen ermöglichten, konkrete Massnahmen zur Reduzierung der Lichtemissionen auf ihrem Gebiet zu identifizieren.
Das AfU arbeitete mit dem Verein Projet Perséides zusammen, der die Gemeinden ermutigt, in der Nacht vom 12. auf den 13. August die künstliche Beleuchtung auszuschalten. Im Berichtjahr nahmen 27 Freiburger Gemeinden an der Veranstaltung teil. Mehrere mussten aufgrund technischer Einschränkungen darauf verzichten.
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Umweltverträglichkeitsprüfungen
In Koordination mit verschiedenen kantonalen und eidgenössischen Stellen nahm das AfU im Jahr 2024 Stellung zu 24 Umweltverträglichkeitsberichten, Kurzberichten zur Umweltverträglichkeit und Berichten zu Voruntersuchungen mit Pflichtenheft für die Hauptstudie.
Bodenbeobachtung
Das freiburgische Bodenbeobachtungsnetz (FRIBO) setzt sich aus 250 Standorten zusammen, die die ganze landwirtschaftliche Fläche des Kantons Freiburg abdecken. Es wurde zwischen 2004 und 2006 um 53 städtische Standorte und 14 Waldstandorte ergänzt. Der Hauptzweck von FRIBO besteht darin, Informationen über Art und Zustand der Böden sensibler Standorte auf dem Land und in der Stadt (Gemeinschaftsgärten, Spielplätze und Familiengärten) zu beschaffen und allgemeiner die diffuse Belastung im Kanton Freiburg zu analysieren. Zudem soll die langfristige Entwicklung der Bodenqualität im Kanton verfolgt werden. Im August 2024 wurde der 7. FRIBO-Bericht veröffentlicht. Die Resultate der in den letzten 35 Jahren durchgeführten Analysen zeigen, dass die Böden des Kantons Freiburg insgesamt in gutem Zustand sind und eine gewisse Resilienz gegenüber Klimaveränderungen an den Tag legen. In den städtischen Gebieten erfordern die Familiengärten besondere Aufmerksamkeit. Die Waldböden weisen kaum Veränderungen auf.
Nachhaltiges Bodenmanagement auf Baustellen
Das AfU setzt mit dem Freiburgischen Baumeisterverband (FBV) und bauenfreiburg Überlegungen zu den Ausbildungsprogrammen für die Akteure im Bauwesen fort, mit dem Ziel, den Bodenschutz darin zu stärken.
Die Zukunft unter unseren Füssen
Im Mai 2024 lancierte das Amt für Umwelt die Kampagne «Die Zukunft unter unseren Füssen», um die Freiburger Bevölkerung für die Bedeutung des Bodenschutzes zu sensibilisieren. Die Kampagne umfasste gesponserte Inhalte in den sozialen Netzwerken, ein Video über die Bodenkartierung, eine bezahlte Anzeige auf Frapp und eine Strassenumfrage von Frapp anlässlich des Internationalen Tags des Bodens.
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Abfallplanung
Die kantonale Abfallplanung (KAP) und das kantonale Gesetz über die Abfallbewirtschaftung (ABG) werden zurzeit überarbeitet.
Abfallanlagen
Abfallanlagen sind bewilligungspflichtig. Das AfU hat die Aufgabe, diese Anlagen zu kontrollieren und die Bewilligungen, die für höchstens fünf Jahre gültig sind, vorzubereiten. 2024 wurden 15 Betriebsbewilligungen erteilt.
Das Amt nahm im Rahmen von Nachkontrollen der Arbeiten 24 Ortsbegehungen vor, namentlich bei Abfallanlagen, belasteten Standorten, Abgebern von Sonderabfällen und auf Gesuch anderer Instanzen, insbesondere im Zusammenhang mit nicht bewilligten Tätigkeiten.
Umweltkontrollen auf Baustellen
2024 führte der Freiburgische Kontrollverband im Auftrag von bauenfreiburg, an den die RIMU diese Aufgabe delegiert hat, 929 Baustelleninspektionen durch. Diese lassen sich in folgende Bereiche unterteilen:
- 592 Abfallbewirtschaftung und Schadstoffe in der gebauten Umwelt;
- 162 Entwässerung;
- 152 Luft;
- 23 Boden.
Die Inspektorinnen und Inspektoren wurden geschult, um problematische Baustellen in Bezug auf Schadstoffe in der bebauten Umwelt zu erkennen. Diese neue Abfallproblematik ist nun Teil der jährlichen Kontrollziele.
PFAS
Das Amt hat einen Aktionsplan ausgearbeitet, um die Verbreitung von per- und polyfluorierten Alkylverbindungen (PFAS) in der Umwelt zu begrenzen. 2024 wurde in Verbindung mit belasteten Standorten eine Screening-Kampagne für PFAS im Grundwasser weitergeführt. In Zusammenarbeit mit den fünf im Kanton tätigen Feuerwehrbataillonen und der KGV hat das Amt 129 Übungsplätze erfasst, die möglicherweise PFAS enthalten.
Kataster der belasteten Standorte
Ende 2024 zählte der Kanton 1116 belastete Standorte, von denen 106 überwacht oder saniert werden müssen:
- 52 Deponien;
- 19 Betriebsstandorte;
- 41 Schiessanlagen.
Kennzahlen
Im Jahr 2024 wurden weitere 14 Massnahmen des kantonalen Klimaplans in Angriff genommen, sodass die Zahl der seit 2021 umgesetzten Massnahmen auf 91 stieg.
Das Amt nahm an den Kontrollen von 118 Unternehmen teil, bei denen die Konformität der Vorbehandlungsanlagen für Industrieabwässer überprüft wurden.
Im Kanton laufen 8 Projekte zur Reduktion von Nitrat im Grundwasser.
So hoch sind die Kosten für die von den Gemeinden durchgeführten Arbeiten zur Revitalisierung der Gewässer und zum Hochwasserschutz. Die Beiträge des Bundes und des Kantons betrugen rund 5,0 bzw. 0,8 Millionen Franken. Der Restbetrag wird von den Gemeinden getragen.
So viele Proben von Grundwasser, Oberflächengewässern und Schmutzabwasser wurden vom Labor des Amts analysiert (71 613 Parameter).
Das AfU kontrollierte die Luftschadstoffemissionen von 40 stationären Anlagen.
2024 begutachtete das AfU 4050 Baubewilligungsgesuche.
2023 haben die Freiburger Gemeinden insgesamt 121 436 Tonnen Siedlungsabfälle gesammelt (gegenüber 115 649 Tonnen im Jahr 2022).
In den 9 kantonalen Sammelstellen und bei den mobilen Sammlungen (2 Touren im Jahr, 6 Sammelstellen) wurden 64 896 kg Sonderabfälle aus Haushalten gesammelt.
Ende 2024 weist der Kataster der belasteten Standorte 83 sanierungsbedürftige Standorte aus (29 Deponien, 13 Betriebsstandorte und 41 Schiessanlagen).