Die RIMU ist für die Bereiche Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität und Umwelt zuständig. Das heisst unter anderem: Sie entscheidet mit, was gebaut werden darf, und sie verwaltet die Gebäude, die dem Staat gehören. Die Angestellten der RIMU sorgen zudem dafür, dass die Kantonsstrassen bedarfsgerecht und sicher sind und dass es ein gutes Angebot im öffentlichen Verkehr und für die sanfte Mobilität gibt. Nicht zuletzt setzen sie sich auch für Nachhaltigkeit und den Schutz der Umwelt ein.
Im Jahr 2024 waren die Tätigkeiten der Direktion insbesondere von folgenden Themen geprägt:
Wichtige Ereignisse
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Kantonaler Klimaplan
Die Klimaschutzpolitik ist eines der Hauptthemen der RIMU. Im Jahr 2024 wurden weitere 14 Massnahmen für die Umsetzung des kantonalen Klimaplans eingeführt, sodass die Zahl der seit 2021 umgesetzten Massnahmen auf 91 stieg. Sie betreffen verschiedene Bereiche wie den sparsamen Umgang mit Wasser, den Unterhalt der Fliessgewässer und der stehenden Gewässer im Hinblick auf die Anpassung an den Klimawandel, die Überwachung der Trockenperioden und deren Folgen für die Oberflächengewässer, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserkraft, die Bekämpfung der Ausbreitung gebietsfremder Arten, die Entwicklung neuer Versicherungsleistungen für Landwirtinnen und Landwirte sowie verschiedene Informations- und Sensibilisierungsmassnahmen.
Kommunale Klimapläne
Das Amt für Umwelt hat ein Pilotprogramm gestartet und entwickelt Instrumente, um die Freiburger Gemeinden bei der Erstellung ihrer Klimastrategie zu unterstützen. Die Gemeinden Belfaux, Givisiez, Saint-Aubin und Vuisternens-devant-Romont beteiligen sich daran. Die Gemeinde Murten wird sich Anfang 2025 der Pilotphase anschliessen.
Strategie Nachhaltige Entwicklung
Der Aktionsplan 2021-2026 der kantonalen Strategie Nachhaltige Entwicklung 2021–2031, die vom Büro für Nachhaltigkeit (BüN) gesteuert, koordiniert und überarbeitet wurde und wird, umfasst 155 Massnahmen, die in die Zuständigkeit der Direktionen fallen. Es wird jährlich über den Fortschritt der Massnahmen berichtet. Die dritte Bilanz ist überwiegend positiv.
Darüber hinaus leitete das BüN die Arbeiten zur Erneuerung des Aktionsplans. In diesem Zusammenhang wurde ein partizipativer Prozess mit rund 100 Personen eingeleitet. Die Vernehmlassung ist für September 2025 vorgesehen. Parallel dazu führte das BüN die Antenne für nachhaltige Quartiere weiter, die Gemeinden und Quartiervereine bei der Planung eines neuen nachhaltigen Quartiers oder bei der Ausrichtung eines bestehenden Quartiers auf mehr Nachhaltigkeit berät. Die Antenne wird von mehreren Direktionen unterstützt und wird ab 2025 auch anderen Akteuren offenstehen.
Am 21. November 2024 fand die vierte Ausgabe des Freiburger Nachhaltigkeitstags statt. Das Thema lautete «Nachhaltige Finanzen». Die Rückmeldungen der rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sehr positiv. Die Präsentationen und Fotos sind auf der Website des Staats zu finden.
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Revitalisierung von Fliessgewässern
Es wurden wichtige Umweltprojekte durchgeführt, darunter die Revitalisierung der Sense in Wünnewil-Flamatt (Sektor Oberflamatt), die im April 2024 abgeschlossen wurde. Die Arbeiten an der Bibera in Ulmiz begannen im November 2023 und wurden im Dezember 2024 abgeschlossen.
Projekt Schiffenen-Murten
Groupe E hat mehrere Varianten für die ökologische Sanierung der Wasserkraftanlagen von Schiffenen erarbeitet. Nach Rücksprache mit dem Bundesamt für Umwelt hat der Staat Freiburg Groupe E beauftragt, die Studien für das Projekt Schiffenen–Murten weiterzuführen. Dieses Projekt sieht den Bau eines Stollens zwischen dem Schiffenen- und dem Murtensee vor, wobei das Wasser in einem unterirdischen Kraftwerk turbiniert wird. Dadurch wird der Schutz von Fauna und Flora verbessert und gleichzeitig mehr Strom erzeugt als mit dem heutigen Kraftwerk.
ARA
Die neuen Anlagen der ARA «La Verna» in Ecublens (FR) wurden am 14. Juni 2024 eingeweiht. Diese Anlagen, deren Bau fünf Jahre dauerte, können das Abwasser der Freiburger Gemeinden Attalens, Auboranges, Bossonnens, Chapelle, Ecublens (FR), Granges-Veveyse, La Verrerie, Le Flon, Remaufens, Rue, Saint-Martin, Semsales und Ursy sowie der Waadtländer Gemeinden Maracon und Oron behandeln.
Am 26. April 2024 wurde die neue Klärschlammverwertungsanlage der ARA Vuippens eingeweiht. Damit können die im Klärschlamm enthaltenen Stoffe in Form von Biogas verwertet werden. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass die ARA Vuippens weniger Strom aus dem Netz beziehen wird. Darüber hinaus kann so die Schlammmenge reduziert werden, die per LKW zur Verbrennung in der SAIDEF transportiert werden muss.
Im Sommer 2024 wurden Untersuchungen zum Nachweis der Quaggamuschel im Kanton Freiburg durchgeführt. Die Seen der Saane sind bislang verschont geblieben.
2024 führte das Amt zusammen mit den beauftragten Stellen 600 Betriebskontrollen im Zusammenhang mit dem Gewässerschutz durch. Die direktionsübergreifende Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern von Grangeneuve und des AfU setzte ihre Sensibilisierungs- und Informationsarbeit fort und schlug operationelle Lösungen für die Beratung der Landwirtinnen und Landwirte vor.
Bodenbeobachtung
Das freiburgische Bodenbeobachtungsnetz (FRIBO) setzt sich aus 250 Standorten zusammen, die die ganze landwirtschaftliche Fläche des Kantons Freiburg abdecken. Es wurde zwischen 2004 und 2006 um 53 städtische Standorte und 14 Waldstandorte ergänzt. Der Hauptzweck von FRIBO besteht darin, Informationen über die Art und den Zustand der Böden sensibler Standorte auf dem Land und in der Stadt (Gemeinschaftsgärten, Spielplätze und Familiengärten) zu beschaffen und allgemeiner die diffuse Belastung im Kanton Freiburg zu analysieren. Zudem soll die langfristige Entwicklung der Bodenqualität im Kanton verfolgt werden. Im August 2024 wurden der 7. FRIBO-Bericht veröffentlicht. Die Resultate der in den letzten 35 Jahren durchgeführten Analysen zeigen, dass die Böden des Kantons Freiburg insgesamt in gutem Zustand sind und eine gewisse Resilienz gegenüber Klimaveränderungen an den Tag legen. In den städtischen Gebieten erfordern die Familiengärten besondere Aufmerksamkeit. Die Waldböden weisen kaum signifikante Veränderungen auf.
Deponie La Pila
Die Sanierung der ehemaligen Deponie «La Pila» in Hauterive schreitet planmässig voran. Am 1. Januar 2024 hat das Tiefbauamt (TBA) offiziell die Bauherrschaft für die Verwaltung der ehemaligen Deponie La Pila in Hauterive FR übernommen. Das TBA übernimmt damit die Verantwortung für die Sanierung einer der grössten Altlasten der Schweiz. Das Jahr 2024 war geprägt von technischen Untersuchungen zur Charakterisierung der Abfälle, die im Rahmen der Sanierung anfallen werden. Die Untersuchungen konzentrierten sich auf die Analyse von PFAS und anderen Stoffen, die für die Abfallbehandlung und ‑entsorgung von Bedeutung sind. Dies ist eine entscheidende Etappe in der Erarbeitung des Sanierungsprojekts gemäss der Bundesverordnung über die Sanierung von belasteten Standorten (AltlV).
Abfallbewirtschaftung
Die kantonale Abfallplanung und das kantonale Gesetz über die Abfallbewirtschaftung werden zurzeit überarbeitet.
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Änderungen des kantonalen Richtplans und des Sachplans Materialabbau
Von Juni bis September 2024 wurden Änderungen des kantonalen Richtplans in die öffentliche Vernehmlassung gegeben. Die wichtigste Änderung betrifft das Thema Materialabbau, dessen Grundlage, der Sachplan Materialabbau (SaM), gleichzeitig in die Vernehmlassung gegeben wurde Der SaM dient als Grundlage für den kantonalen Richtplan und ermöglicht eine kohärente Planung, die festhält, in welchen Gebieten Rohstoffvorkommen vorhanden sind und welche Standorte auf kantonaler Ebene in den nächsten 25 Jahren für den Abbau vorrangig sind.
Ziel des SaM ist die Erfüllung des öffentlichen Interesses durch die Sicherstellung der kantonalen Versorgung zur Deckung des langfristigen Bedarfs der Bevölkerung unter Berücksichtigung der überwiegenden öffentlichen Interessen. Die öffentliche Vernehmlassung wurde durch fünf Informationsabende in den Bezirken, eine Informationsbroschüre und eine eigens dafür eingerichtete Website begleitet.
Die Ergebnisse der öffentlichen Vernehmlassung werden bis zum Ende des ersten Halbjahres 2025 analysiert und verarbeitet. Der Staatsrat wird dann mit dem Bericht über die öffentliche Vernehmlassung befasst werden und über Änderungen der Planungsunterlagen entscheiden. Bei Änderungen, die für die Gemeinden von Bedeutung sind, wird die Planung Gegenstand einer zusätzlichen öffentlichen Vernehmlassung sein. Diese dauert einen Monat und ist von Gesetzes wegen mindestens an die lokalen Behörden zu richten. Vor der kantonalen Verabschiedung und vor der Weiterleitung zur Genehmigung werden die Unterlagen dem Grossen Rat zur Kenntnisnahme unterbreitet.
Friac
Am 25. Mai 2024 wurde das Refactoring der Anwendung FRIAC für die elektronische Verwaltung der Baubewilligungen des Kantons Freiburg ausgerollt. Dabei handelte es sich um eine strukturelle Verbesserung des Quellcodes der Anwendung mit dem Ziel, die Anwendung sicherer zu machen, aber auch eine flüssigere Nutzung zu ermöglichen und einige Verbesserungen an den verschiedenen Funktionen der Anwendung vorzunehmen, die von den Nutzerinnen und Nutzern gewünscht wurden.
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Grosse Bauvorhaben
Das Hochbauamt hat zahlreiche Projekte initiiert und weitergeführt. Das Gefängnis Bellechasse (FRSA I) wurde im Mai 2024 eingeweiht, womit die erste Etappe der Vollzugsplanung abgeschlossen wurde. Die Unterlagen der öffentlichen Auflage für die zweite Etappe der Vollzugsplanung (FRSA II) wurden im November 2024 eingereicht. Diese umfassen die Erweiterung des Gefängnisses Bellechasse sowie den Bau eines Gebäudes für die Halbgefangenschaft.
Im Januar 2024 wurde das Siegerprojekt für die vollständige Renovierung des Chemiegebäudes PER10 enthüllt. Das Projekt mit dem Namen «La transformation» zielt auf die Modernisierung der Infrastruktur unter Berücksichtigung des kulturellen Erbes ab. Die Vorstudien werden fortgesetzt, um 2026 mit den Bauarbeiten beginnen zu können.
Der Grosse Rat bewilligte im März 2024 einen Kredit von 12 Millionen Franken für die Studienarbeiten, die für den Bau eines neuen Gebäudes für die Rechtswissenschaftliche Fakultät auf dem Gelände des Thierryturms erforderlich sind. Im Juni 2024 genehmigte der Grosse Rat einstimmig einen Studienkredit von 7,6 Millionen Franken für den Umbau des Schlosses Bulle.
Kantonales interinstitutionelles Lagerzentrum
Im September 2024 schliesslich stimmte der Grosse Rat dem Verpflichtungskredit für das Projekt des kantonalen interinstitutionellen Lagerzentrums (SIC) in Givisiez mit 95 zu 0 Stimmen bei 2 Enthaltungen zu. Mit dem Projekt wird die Lagerung des kantonalen Kulturerbes einfacher, sicherer und kostengünstiger. Das Stimmvolk wird am 9. Februar 2025 darüber abstimmen.
KUB
Die Arbeiten für die Kantons- und Universitätsbibliothek (KUB) schreiten dank der Bewilligung eines zusätzlichen Studienkredits im März 2024 planmässig voran. Die Übergabe ist für Ende 2025 und die Eröffnung für das Publikum für Herbst 2026 vorgesehen.
Agroscope
Am Agroscope-Standort in Posieux ist der Rohbau fertiggestellt; im Mai 2024 wurde die Halbzeit gefeiert. Die schrittweise Inbetriebnahme ist für 2026 vorgesehen.
Naturhistorisches Museum Freiburg
2024 gingen die Rohbauarbeiten für den Umzug des Naturhistorischen Museums Freiburg (NHMF) voran. Auf diese Etappe, die im Sommer 2026 abgeschlossen sein sollte, folgen die Ausbauarbeiten, bevor 2028 mit der Einrichtung der Ausstellungen begonnen wird.
Fischzucht in Estavayer-le-Lac
Im Broyebezirk begannen die Arbeiten zur Sanierung der Fischzucht in Estavayer-le-Lac im Sommer 2024, nachdem der Verpflichtungskredit bewilligt worden war. Eine schrittweise Produktionsaufnahme ist zwischen April und Juli 2025 geplant.
Energetische Gebäudesanierung
Ein weiterer Schwerpunkt ist die energetische Gebäudesanierung. Bisher wurden 113 Gebäude auf Zustand, Energieeffizienz, Zugänglichkeit, Brandschutz, Schadstoffbelastung und Photovoltaikpotenzial hin untersucht. Für die Sanierung von 46 dieser Gebäude wird 2025 ein Rahmenkredit beantragt werden. Fossile Heizsysteme werden nach und nach durch erneuerbare Energiequellen ersetzt. 2024 wurden 7 Gebäude an das Fernwärmenetz angeschlossen. Weiter wurden sieben Photovoltaikprojekte realisiert; acht Gebäude werden derzeit energetisch optimiert.
Entwässerung
In Zusammenarbeit mit dem Amt für Umwelt hat das Tiefbauamt ein COPIL zur Entwässerung von Strassen und zur Strassenabwasserbehandlung ins Leben gerufen. Im Anschluss daran wurde eine neue Richtlinie erarbeitet, die das Vorgehen für die im Rahmen von kantonalen und kommunalen Strassenprojekten umzusetzenden Massnahmen regelt. Parallel dazu ermöglichte die Gründung einer neuen interkantonalen Arbeitsgruppe (mit Beteiligung der Westschweizer Kantone, dem Kanton Tessin und des ASTRA) den Austausch über verschiedene Aspekte der Strassenentwässerung sowie über Erfahrungen und Erkenntnisse in diesem Bereich.
Nachhaltige Entwicklung beim TBA
Darüber hinaus hat das TBA die Ausschreibungsunterlagen für Unternehmen sowie die Ausschreibungsinstruktion für Auftragnehmer vollständig überarbeitet, um hohe Nachhaltigkeitsanforderungen in seine Strassen- und Radwegprojekte zu integrieren und so Projekte von hoher Qualität zu fördern, die Auswirkungen auf die Umwelt zu begrenzen und den Lebenszyklus und den Ressourcenbedarf zu optimieren. Dieses Bestreben ist auch Teil der Umsetzung der kantonalen Strategie Nachhaltige Entwicklung.
Im Hinblick auf die Übernahme von 43 Strassenkilometern, die gemäss Mobilitätsgesetz ab dem 1. Januar 2025 vom Kanton verwaltet werden, hat das TBA bereits die Zustandserfassung und das Setzen der neuen Referenzpunkte auf diesen Achsen vorgenommen. Die vermessungstechnischen Arbeiten, d. h. die neue Vermarkung und die Erstellung der entsprechenden Strassenprotokolle, sind weit fortgeschritten.
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Finanzierung der TPF
Die Verbesserung der Mobilitätsinfrastruktur bleibt ein zentrales Anliegen. Aus diesem Grund hat der Staat Freiburg seine Beteiligung am Aktienkapital der TPF um 60 Millionen Franken erhöht. Diese Erhöhung wurde von der Freiburger Stimmbevölkerung am 3. März 2024 gutgeheissen. Sie dient der Finanzierung bestimmter Projekte der TPF, die bis 2030 Investitionen in Höhe von rund 580 Millionen Franken vorsehen (Dekarbonisierung der Busse, Anschaffung neuer Busse und Züge, Ausbau der Bushöfe und Anlagen der kombinierten Mobilität usw.). Die Einlage des Staats, der mit 75,1 % Mehrheitsaktionär der TPF ist, ermöglicht es, die Bankkredite und damit die Zinsen zulasten der öffentlichen Hand, die das Angebot des öffentlichen Verkehrs bestellt, gering zu halten.
Fahrplan 2025
Der Fahrplan 2025 des öffentlichen Verkehrs, der am 15. Dezember 2024 in Kraft getreten ist, stellt die grösste Umwälzung in der Westschweiz seit Bahn 2000 dar. Er hat längere Fahrzeiten für die Fernverkehrszüge der SBB zur Folge, was sich auch auf die Bus- und Bahnlinien des Regional- und Ortsverkehrs auswirkte. Rund 60 % der Linien, die den Kanton Freiburg durchqueren, mussten angepasst werden, was eine umfangreiche Arbeit des Amts für Mobilität (MobA) in Zusammenarbeit mit den TPF, aber auch mit den Regionen und den Schulen erforderte.
Vision Bahn 2050+
Zudem hat das MobA die Vision Bahn 2050+ des Kantons Freiburg erarbeitet, die verschiedene konkrete Massnahmen zur Verbesserung des Bahnangebots vorsieht. Sie wird im Rahmen der Erarbeitung der nächsten Ausbauschritte des Programms zur strategischen Entwicklungsprogramm Bahninfrastruktur (STEP), für die der Bund zuständig ist, verwendet.
Kantonale Veloplanung
Das neue Mobilitätsgesetz und das neue Bundesgesetz über die Velowege erfordern eine Überarbeitung der kantonalen Veloplanung (Sachplan Velo). Diese Planung besteht insbesondere aus dem Alltagsvelonetz und dem Freizeitvelonetz.
Die öffentliche Vernehmlassung zum neuen kantonalen Alltagsvelonetz wird 2025 stattfinden, damit es 2026 in Kraft treten kann. Das neue kantonale Freizeitvelonetz wird Ende 2025 öffentlich aufgelegt und soll ebenfalls 2026 in Kraft treten.
Das Mobilitätsgesetz sieht auch die Erstellung von Netzplänen für offizielle Freizeitrouten vor, insbesondere für Mountainbike-Routen. Der Freiburger Tourismusverband und das MobA arbeiten derzeit an der Ausarbeitung eines kantonalen Mountainbike-Netzes. Im Jahr 2025 wird eine Vernehmlassung durchgeführt werden. Parallel dazu wird eine Mountainbike-Strategie entwickelt. Das Netz der Veloverkehrsanlagen auf den Freiburger Kantonsstrassen wird bis 2024 eine Gesamtlänge von 127 Kilometern erreichen.
Mobilitätsprojekte der Agglomerationen
Im Jahr 2024 wurden im Rahmen der Agglomerationsprogramme (AP) Finanzierungsvereinbarungen mit dem Bund in Höhe von 26,73 Millionen Franken für Mobilitätsprojekte unterzeichnet. Die Arbeiten an verschiedenen Massnahmen der ersten vier AP-Generationen wurden weiter vorangetrieben. So konnten beispielsweise eine Velostation bei der Post in Freiburg, verschiedene Ladeinfrastrukturen für Trolleybusse oder die Aufwertung im Sektor CO Riaz – Temple Romain für Mobul verwirklicht werden. Weitere Projekte sind in Vorbereitung, mit Baubeginn im Jahr 2025. Da die Umsetzungsperiode des AP3 Ende 2025 zum Abschluss kommt, müssen zahlreiche Projekte bis dahin begonnen oder zurückgezogen und auf ein späteres AP verschoben werden.
Kennzahlen
2024 legten die Züge und Busse des regionalen Personenverkehrs 22,1 Millionen Kilometer auf dem Kantonsgebiet zurück.
Dies ist die Zahl der Bewilligungsgesuche, die im Jahr 2024 beim Bau- und Planungsamt zur Prüfung eingegangen sind.
So viele Haushalte könnten die sieben Photovoltaikprojekte in HBA-Projekten im Jahr 2024 mit Strom versorgen.
Im Jahr 2024 wurden 413 der 1727 Kunstbauten inspiziert.
Bei der RIMU sind im Bereich der Raumplanung 249 Beschwerden hängig.
Dies ist die Gesamtlänge in Kilometern der Veloverkehrsanlagen auf den Freiburger Strassen.
Im Jahr 2024 wurden weitere 14 Massnahmen des kantonalen Klimaplans in Angriff genommen, sodass die Zahl der seit 2021 umgesetzten Massnahmen auf 91 stieg.
Das Amt für Mobilität (MobA) sorgte 2024 für die Instandhaltung, den Austausch oder die Versetzung von rund 50 Wegweisern entlang der Freizeitrouten für den Velotourismus.
Ende 2024 waren 25 Gesamtrevisionen bei den kantonalen Instanzen anhängig.
Weitere Informationen
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